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Frau hält sich wegen einer Pollenallergie ein Papiertaschentuch vor die Nase, im Hintergrund ein heller Wohnraum

Allergie-Saison 2026: Wann welche Pollen fliegen und wie Sie sich vorbereiten


Die Allergie-Saison 2026 beginnt nicht an einem festen Datum, sondern entwickelt sich schrittweise. Temperatur, Wetterlagen und regionale Unterschiede bestimmen, wann welche Pollen in der Luft sind. Das wird von Betroffenen oft unterschätzt. Wer diese Zusammenhänge kennt, kann zeitliche Muster besser einordnen und den eigenen Alltag vorausschauender planen:

Welche Pollen lösen die häufigsten Allergien aus?

Schilfhalme am Ufer eines Sees

Für die meisten Pollenallergien sind nur wenige Pflanzen relevant: Bäume, Gräser und einige Kräuter.

Baumpollen: der frühe Start ins Allergiejahr

Zu den frühen Baumpollen zählen vor allem Hasel und Erle. Sie treten häufig bereits im Spätwinter auf, teilweise schon vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn.

Birkenpollen spielen eine zentrale Rolle, da sie sehr feine Pollenkörner bilden, die über weite Strecken transportiert werden können. Bei vielen Menschen mit Pollenallergie sind sie ein wesentlicher Auslöser. Gerade Birkenpollen werden häufig als besonders intensiv wahrgenommen.

Gräserpollen: die längste Belastungsphase

Gräserpollen stellen zahlenmäßig die häufigste Ursache saisonaler Allergien dar. Gräser wachsen nahezu überall: 

  • auf Wiesen und Feldern 
  • entlang von Straßen und Wegen
  • in Parks und privaten Gärten

Dadurch entsteht während der Blütezeit eine flächendeckende Belastung, die sich über mehrere Wochen erstrecken kann.

Kräuterpollen: relevant im Spätsommer

Kräuterpollen sind in Mitteleuropa weniger stark verbreitet als Bäume und Gräser. Regional können jedoch Schwerpunkte auftreten. Zu den Kräuterpollen gehören insbesondere Beifuß und Ambrosia (Ragweed). Ambrosia ist regional unterschiedlich verbreitet, gewinnt jedoch durch klimatische Veränderungen zunehmend an Bedeutung. Die Pollenkörner gelten als sehr reaktiv und können bei empfindlichen Personen bereits bei vergleichsweise geringer Konzentration relevant sein.

Wann beginnt die Heuschnupfen-Saison wirklich – und warum schwankt das jedes Jahr?

Familie mit zwei Kindern und einem Hund auf einem sonnigen Weg zwischen Bäumen

Ein fixes Startdatum für die Allergie-Saison existiert nicht. Das sorgt jedes Jahr für Verunsicherung. Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern der Temperaturverlauf der vorausgehenden Wochen.

Pflanzen beginnen mit der Pollenfreisetzung, sobald sie bestimmte Wärmesummen erreicht haben. Diese ergeben sich aus dem Zusammenspiel von Tages- und Nachttemperaturen.

Ein milder Winter kann dazu führen, dass erste Baumpollen deutlich früher auftreten, während längere Kältephasen den Beginn verzögern. Kurzfristige Warmphasen im Spätwinter können einzelne Pflanzen aktivieren, ohne dass bereits von einer stabilen Saison gesprochen werden kann.

Zusätzlich spielen regionale Faktoren eine Rolle. In tieferen Lagen beginnt der Pollenflug oft früher als in höheren Regionen. Städte können durch sogenannte Wärmeinseln ebenfalls früher betroffen sein als das ländliche Umland. Deshalb unterscheidet sich der Saisonstart nicht nur von Jahr zu Jahr, sondern auch von Ort zu Ort.

Wie verläuft die Allergie-Saison während des Jahres?

Kinder mit Sonnenbrillen und Rucksäcken beim Wandern auf einem Waldweg

Der Pollenflug folgt in Mitteleuropa einem typischen, aber nicht starren Verlauf:

  • Spätwinter bis früher Frühling: Hasel, Erle
  • Frühling: Birke
  • Frühsommer: Gräser
  • Spätsommer bis Herbst: Beifuß, Ambrosia (Ragweed)

Diese Phasen überschneiden sich häufig. Einzelne Pflanzenarten können regional früher oder später aktiv sein. Der Saisonverlauf unterscheidet sich oft deutlich von Jahr zu Jahr.

Wo kann ich zuverlässig nachsehen, wie stark der Pollenflug aktuell ist?

Beispielansicht einer Allergierisiko-Prognose mit Risikowert 2 und stündlicher Anzeige

Zuverlässige Informationen zum aktuellen Pollenflug erhalten Sie bei offiziellen Pollenwarndiensten mit regionaler Auswertung.

  • In Österreich bündelt der Österreichische Polleninformationsdienst Daten mehrerer regionaler Stellen. Zusätzlich veröffentlichen einzelne Bundesländer eigene Informationen.
  • In Deutschland stellt der Deutsche Wetterdienst einen regional differenzierten Pollenflug-Gefahrenindex bereit.
  • In der Schweiz erfolgt die regionale Darstellung zentral über MeteoSchweiz auf Basis eines landesweiten Messnetzes.

Prognosen geben eine Einschätzung der zu erwartenden Belastung, ersetzen aber keine realen Messdaten.

Warum sind die Beschwerden morgens oder abends oft stärker wahrnehmbar?

Frau sitzt auf einem Sofa und hält sich ein Taschentuch vor die Nase

Viele Menschen mit Pollenallergie berichten über tageszeitliche Unterschiede. Dafür spielt das Verhalten der Pollen in der Atmosphäre eine Rolle.

  • Morgens: Viele Pflanzen geben verstärkt Pollen ab
  • Tagsüber: Luftbewegungen verteilen Pollen großräumig
  • Abends: Pollen sinken wieder in bodennahe Luftschichten

Es gibt allerdings einen starken regionalen Unterschied, oft auch ein Stadt-Land-Gefälle. Entsprechend unterscheiden sich auch günstige Zeiten zum Lüften im Tagesverlauf. Zusätzlich gelangen tagsüber Pollen in Innenräume, etwa über Kleidung, Haare oder Schuhe, und können sich dort anreichern. Das kann dazu führen, dass die Belastung in geschlossenen Räumen höher ist als erwartet.

Welche Wetterlagen beeinflussen die Pollenbelastung besonders stark?

Nahaufnahme blühender Gräser mit schwebenden Partikeln

Das Wetter hat einen erheblichen Einfluss auf die Pollenverteilung.

Belastungsfördernd wirken häufig:

  • trockenes, warmes Wetter
  • Wind
  • stabile Hochdrucklagen über mehrere Tage

Dämpfend wirken oft:

  • länger anhaltender Regen
  • kühlere Temperaturen
  • windarme Phasen

Regen kann Pollen aus der Luft auswaschen. Dieser Effekt hält jedoch meist nur kurz an.

Warum gibt es große regionale Unterschiede beim Pollenflug?

Blühende Bergwiese mit Gräsern und gelben Blumen vor felsigen Gipfeln

Die Pollenbelastung unterscheidet sich nicht nur zwischen Jahreszeiten, sondern auch räumlich. Einflussfaktoren sind unter anderem:

  • lokale Vegetation
  • landwirtschaftliche Nutzung
  • Höhenlage
  • Bebauung und urbane Wärmeinseln

Auch Windrichtungen spielen eine Rolle, da Pollen über weite Strecken transportiert werden können. Dadurch kann es vorkommen, dass Pflanzen in größerer Entfernung Einfluss auf die lokale Belastung haben.

Wie früh sollte man beginnen, sich auf die Allergie-Saison vorzubereiten?

Frau sitzt im Bett und verwendet ein Nasenspray

Sinnvoll ist es, sich bereits vor Beginn der persönlich relevanten Pollensaison zu orientieren. Dazu gehört, sich mit den individuell relevanten Pollenarten auseinanderzusetzen und den saisonalen Verlauf zu beobachten. Wer auf frühblühende Bäume reagiert, beschäftigt sich oft bereits im Spätwinter mit dem Thema, bei Gräser- oder Kräuterpollen entsprechend später im Jahr.

Diese Phase eignet sich, um Routinen für den Alltag festzulegen, etwa in Bezug auf Lüftungszeiten, Aktivitäten im Freien oder Tagesplanung. Auch die ärztliche Abklärung, welche Medikamente zur Linderung von Allergiebeschwerden eingesetzt werden, sollte bereits deutlich vor Beginn der Saison stattfinden.

Manche Menschen informieren sich vor der Pollensaison auch über Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen oder über Allergiekuren. Diese sind keine Medikamente und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Eine Übersicht der rezeptfreien Allergiemittel und ergänzenden Produkte finden Sie auf unserer Seite Allergie & allergischer Schnupfen.

Welche Rolle spielt der Alltag während der Allergie-Saison?

Frau zieht die Vorhänge vor einem hellen Fenster auseinander

Neben äußeren Faktoren beeinflussen auch alltägliche Gewohnheiten den individuellen Kontakt mit Pollen. Aufenthaltsdauer im Freien, Kleidung, Wohnsituation und Arbeitsumfeld wirken zusammen.

Viele Betroffene achten während der Saison verstärkt auf:

  • bewusstes Lüften
  • Wechseln der Kleidung nach Aufenthalten im Freien
  • eine angepasste Tagesplanung

Bekannte Belastungsspitzen im Tagesverlauf lassen sich so besser berücksichtigen.

Ein einfacher Baustein, um Pollen aus der Nase zu entfernen, ist die tägliche Nasenspülung mit isotoner Salzlösung, besonders abends nach dem Aufenthalt im Freien. Eine unkomplizierte Option dafür ist die Emser Nasendusche inkl. Nasenspülsalz.

Gut informiert durch die Allergie-Saison 2026

Die Allergie-Saison 2026 wird wie jedes Jahr durch Wetter, Region und Vegetation geprägt. Ein allgemeiner Kalender kann Orientierung bieten, ersetzt aber keine individuelle Beobachtung. Wer relevante Pollenarten kennt und Wetter- sowie Tagesverläufe einordnet, kann den eigenen Alltag gezielter planen. Mit etwas Erfahrung entsteht dabei schnell eine persönliche Routine.

Haben Sie Fragen zur passenden Vorbereitung oder zu einzelnen Produkten? Das Team der Rosen-Apotheke in St. Jakob im Rosental berät Sie gerne persönlich.

Fachlich geprüft von

Mag. pharm. Ingeborg Sabernik

Apothekerin · Rosen-Apotheke OG · St. Jakob im Rosental (Kärnten)

Als Apothekerin berät Frau Mag. pharm. Ingeborg Sabernik ihre Kundinnen und Kunden regelmäßig zu Heuschnupfen und allergischem Schnupfen. Dieser Beitrag wurde fachlich geprüft und gibt den allgemeinen Wissensstand verständlich wieder.

Fachlicher Stand: Juli 2026

Häufige Fragen (FAQ)

Wann beginnt die Allergie-Saison 2026?

Es gibt kein festes Startdatum. Entscheidend ist der Temperaturverlauf der Vorwochen. Nach einem milden Winter können erste Baumpollen wie Hasel und Erle schon im Spätwinter fliegen, längere Kältephasen verzögern den Start.

Welche Pollen fliegen wann?

Grober Verlauf in Mitteleuropa: Spätwinter bis früher Frühling Hasel und Erle, Frühling Birke, Frühsommer Gräser, Spätsommer bis Herbst Beifuß und Ambrosia (Ragweed). Die Phasen überschneiden sich und schwanken je nach Region und Jahr.

Wo sehe ich den aktuellen Pollenflug in Österreich?

Beim Österreichischen Polleninformationsdienst auf polleninformation.at. Er bündelt regionale Messdaten und Prognosen. Prognosen ersetzen jedoch keine realen Messwerte.

Warum sind meine Heuschnupfen-Beschwerden morgens oder abends stärker?

Weil viele Pflanzen morgens verstärkt Pollen abgeben und Pollen abends wieder in bodennahe Luftschichten absinken. Zusätzlich reichern sich Pollen über Kleidung und Haare in Innenräumen an, dort kann die Belastung höher sein als erwartet.

Wie kann ich mich auf die Pollensaison vorbereiten?

Informieren Sie sich frühzeitig über Ihre relevanten Pollenarten, beobachten Sie den Pollenflug und legen Sie Alltagsroutinen fest (Lüftungszeiten, Kleidungswechsel, Nasenspülung). Eine ärztliche Abklärung der passenden Medikamente sollte deutlich vor Saisonbeginn erfolgen.

Quellen und Hinweise

Quellen und fachliche Grundlagen: Österreichischer Polleninformationsdienst (polleninformation.at), Deutscher Wetterdienst, MeteoSchweiz.

Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder an unsere Apotheke. Genannte Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel.

Autor: Mag. pharm. Ingeborg Sabernik

Mag. pharm. Ingeborg Sabernik ist Apothekerin der Rosen-Apotheke in St. Jakob im Rosental (Kärnten). Sie berät Kundinnen und Kunden zu Heuschnupfen, allergischem Schnupfen und der Anwendung rezeptfreier Arzneimittel. Für onlineapo.at prüft sie Ratgeberbeiträge zu Allergie und Heuschnupfen fachlich.

Wir bleiben in Kontakt!


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